Samstag, 9. Februar 2013

Wie ich 10 Kilo durch Pizza verlor

Pizza ist gemeinhin nicht als Diät-Produkt bekannt. Ganz im Gegenteil hält sich hartnäckig das Gerücht, dass man durch übermäßigen Pizza-Konsum eher zu- als abnähme. Völlig zu Unrecht, wie ich finde und herausfand. Durch Pizza-Essen lässt es sich abnehmen. Je mehr desto mehr.

Es gilt allerdings, ein paar Grundregeln zu beachten. Mit der falschen Technik nimmt man nämlich in der Tat zu. Das kann man allerdings nicht der Pizza anlasten. Es käme ja auch niemand auf die Idee, eine Pistole für eine schlechte Erfindung zu halten, nur weil man sich regelmäßig selbst erschießt, weil man sie falsch herum hält. Ok, der Vergleich ist ein wenig fußlahm. Anderes Beispiel. Niemand würde ein Dartset verurteilen, nur weil er es nicht schafft, die Scheibe so zu werfen, dass sie auf dem richtigen Dartpfeil stecken bleibt. Schuld ist nicht das Dartset, sondern nicht nicht sachgerechte Benutzung. So auch bei der Pizza.

Nimmt jemand durch Pizza-Konsum zu, so lässt es sich regelmäßig beobachten, dass der(bzw. die-)jenige die Pizza isst, indem er/sie sie isst. Isst, ohne sie vorher zu zerschneiden. Es geht dabei also nur noch um das Hinunterschlingen einer Pre-cut Pizza bzw. das reine Abbeißen und Herunterschlingen. Dabei ist die Energiebilanz natürlich positiv (was negativ ist, da damit gemeint ist (oder sein soll), dass mehr Energie aufgenommen als verbraucht wird). Das Abreißen, Kauen und Schlingen verbraucht zwar ein wenig Energie. Aber weniger als durch den Pizza-Genuss aufgenommen wird. Ergo positiv. Ergo bald dick.

Wie sich das nun vermeiden lässt, springt ins Auge (weshalb ich zu Beginn eine Warnmeldung hätte anbringen sollen, dass dieser Blog-Eintrag nur mit einer Schutzbrille gelesen werden sollte (hoffentlich werde ich nun wenigstens nicht in den USA verklagt (ok, es gibt ja keinen USA-Bezug (oder reicht dafür schon das Erwähnen der drei Buchstaben?)))). Durch das Benutzen von Messer und Gabel (wobei ich unterstelle, dass mit der Gabel die Pizza auf dem Teller (ja, man kann eine Pizza auch vom Teller essen) fixiert wird und mit dem Messer ein mundgerechtes Stück vom Rest der Pizza abgetrennt wird) kann man den Energieaufwand steigern. Und zwar so weit, dass die Energiebilanz negativ wird.

Mein nächstes Projekt besteht in der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb unterschiedlicher Pizza-Messer-Gabel-Sets. Mir schweben drei Grundvarianten vor, die sich jeweils in der Schneideeigenschaft des Messers unterscheiden (und natürlich in der Farbe - ein zartrosé für die Frauen und ein himmelbleu für die Männer (soviel altertümlicher Sexismus muss sein)). Das Standard-Set enthält ein Messer, das so gut schneidet, dass die Energiebilanz neutral ist, man also zum Abschneiden (und kauen und schlingen) gerade so viel Energie verbraucht, wie man mit einer durchschnittlichen Pizza aufnimmt. Dann gibt es ein Set für leicht untergewichtige Leute mit einem Messer besserer Schneideeigenschaft, um eine positive Energiebilanz zu erreichen. Und dann natürlich die Diät-Variante, mit einem derart schlecht schneidenden Messer, dass man, je mehr Pizza man isst, desto mehr abnimmt. Ich nehme zwar nicht ab, aber an, dass dies die Variante ist, die überwiegend (auch heute schon) in gastronomischen Betrieben verbreitet ist.

Abnehmen durch Pizza-Essen. Ich habe es geschafft. Und Sie können das auch!

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