Mittwoch, 28. Dezember 2011

#Ebarmen v. Jussi #Adler-Olson

Nach langem Immermalwiedersehen mein erster Adler-Olson. Vermutlich waren meine Erwartungen ein wenig zu hoch. Denen war er nicht ganz gewachsen. Auch wenn ich finde, dass es insgesamt ein sehr guter Thriller ist. Aber nachdem soviel Aufhebens darum gemacht wird, hätte ich ein wenig mehr erwartet.

Der syrische Assistent ist natürlich immer wieder für einen Lacher gut und vermutlich gab es ein solches Ermittlerduo vorher auch noch nicht. Und das ist dann vielleicht auch gleich schon wieder mein Problem damit. Es gibt vermutlich einen ziemlichen Druck, Ermittler zu präsentieren, die es noch nicht gab. Klar, warum sollte sonst irgendjemand das Buch lesen. Damit wirkt es aber - zumindest auf mich - auch schon wieder ein wenig gekünstelt und gewollt.

Andererseits der Kommissar. Kommt mir grundsätzlich irgendwie bekannt vor. Ok, der hier ist nochmal ein wenig mehr getroffen. Aber das war es auch schon. Der eigentlich einsame Ermittler, der nicht teamfähig ist. Dann aber wieder für seinen Assistenten gerne rausfindet, in welcher Richtung er seinen Gebetsteppich ausrichten muss.

Und dass der Assistent noch einige Geheimnisse hat, riecht beim Lesen schon verdammt nach Fortsetzung.

Sprachlich habe ich ich mich zwischen durch immer wieder gefragt, ob die Unebenheiten im Original auch vorkommen oder ob hier der Übersetzer ein wenig geplättet hat. An sich ist er m.E. nämlich sauber und ordentlich, wenn auch sprachlich nicht sehr anspruchsvoll, geschrieben. Und dann kommen auf einmal so platte Sätze, die mir jetzt natürlich gerade nicht zur Hand, beim Lesen aber störend aufgefallen sind.

Die Handlung im Gesamten fand ich sehr spannend, so dass sich das Lesen sicherlich gelohnt hat. Nur sollte man vielleicht nicht mit den allergrößten Erwartungen rangehen, die das Buch dann eben doch nicht so ganz erfüllen kann.

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