Mittwoch, 28. Dezember 2011

Die #Haischwimmerin von Heinrich #Steinfest

Nunja, Steinfest eben :o) hintergründig humorvoll. Allerdings hatte ich zwischendurch den Eindruck, dass es weniger rasant ist, als andere Bücher, die ich von ihm gelesen hatte.

Aber die Zeit, die das Buch in Anspruch nimmt, lohnt sich aus meiner Sicht allemal! Seine Ideen sind mitunter so skurril, das ist einfach nur herrlich.

Die Story? Eigentlich bei ihm mehr oder weniger irrelevant, oder? Auch dass die Begebenheiten und Landschaften in der dargestellten Form nicht wirklich realistisch sind, tut nichts zur Sache. Denn was Steinfest immer wieder gelingt, ist durch die karikaturhafte Überzeichnung der Charaktere und Landschaften, der Menschheit einen Zerr-Spiegel vorzuhalten, in dem sämtliche uns an sich vertrauten Merkmale, die wir gerne unter den gedanklichen Teppich kehren, um ein Vielfaches vergrößert erscheinen. Das gibt einem beim Lesen wahrscheinlich die Möglichkeit, darüber hinwegzudenken. Aber tief drinnen macht sich das Gefühl breit, dass da gerade von einem selbst die Schreibe ist.

Besonders herrlich aus meiner Sicht die Kampftechnik, bei der Ivo seinen Gegner umhaucht. Nicht nur die Idee ist grandios, sondern auch die Schilderung, wie er diese Technik anwendet. Da (wie auch an vielen weiteren Stellen) lohnt es sich aus meiner Sicht, etwas langsamer zu lesen und sich einfach mal vorzustellen, was da gerade eigentlich wirklich beschrieben wird. Erst so kann sich die Skurrilität so richtig schön entfalten.

Insgesamt also ein herrliches Buch, das von mir eine klare Kaufempfehlung bekommt.

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